Dein Budget als Au-pair: Wofür ist das Taschengeld da?
Au-pair zu werden ist kein normaler Job: Das meiste, was du brauchst, übernimmt die Gastfamilie. Dein Taschengeld aber gehört dir — und es klug einzuteilen bedeutet ein entspanntes Jahr statt knapper Monatsenden. Hier ein ehrlicher Überblick über deine echten persönlichen Ausgaben, damit du beruhigt starten kannst.
Was das Taschengeld abdeckt (und was nicht)
Das Taschengeld ist kein Gehalt: Es ist ein Betrag für deine persönlichen Ausgaben, zusätzlich zur bereits gestellten Unterkunft und Verpflegung. Du musst also weder Miete noch deine täglichen Einkäufe zahlen — genau das macht das Modell besonders.
Konkret ist dieses Geld für deine kleinen Freuden und dein Sozialleben da: Ausgehen, Kleidung, Handy, Geschenke, Wochenendreisen. Sieh es als „Spaß- und Notfall-Budget“, nicht als Einkommen zum Leben.
Was häufig kostenlos gestellt wird
Über Unterkunft und Verpflegung hinaus übernehmen viele Familien wichtige Posten. Kläre jeden Punkt mit deiner Familie, aber das hier wird oft abgedeckt:
- Ein eigenes Zimmer und alle Mahlzeiten, auch an freien Tagen
- Das Nahverkehrsticket, um zu Kursen und Aktivitäten zu kommen
- Die Krankenversicherung, je nach Land oft von der Familie bezahlt
- Ein Zuschuss zum Sprachkurs, manchmal die gesamten Kosten
- WLAN zu Hause und oft die Nutzung des Festnetztelefons
Deine echten persönlichen Ausgaben
Das sind die Posten, die dein Taschengeld tragen muss. Ihr Gewicht hängt stark von deiner Stadt und deinem Lebensstil ab — wer jedes Wochenende ausgeht, gibt anders aus als jemand, der lieber zu Hause bleibt.
- Handy und lokale SIM-Karte: oft deine erste Anschaffung vor Ort
- Ausgehen und Sozialleben: Cafés, Kino, Restaurants, Events
- Kleidung und persönliche Hygieneartikel
- Reisen und Wochenenden, um das Land zu entdecken
- Das Rückreiseticket oder Besuche zu Hause, früh einplanen
Die Lebenshaltungskosten in deiner Stadt einschätzen
Derselbe Betrag ist in München, Berlin oder einer Kleinstadt nicht gleich viel wert: Der Preis für einen Kaffee, einen Handytarif oder ein Kinoticket kann sich leicht verdoppeln. Informiere dich über deine konkrete Stadt, nicht nur über das Land.
Bald bietet dir MyAuPair eine Einschätzung der Lebenshaltungskosten für deine Gaststadt. Wichtig: Diese Zahlen sind nur Schätzungen, um dir eine Größenordnung zu geben — prüfe immer die echten Preise vor Ort, bevor du dein Budget festlegst.
Das Budget vor der Abreise gut vorbereiten
Etwas Organisation vor der Abreise erspart dir den Stress der ersten Wochen, bis dein erstes Taschengeld da ist und du dich eingelebt hast.
- Lege ein kleines Startguthaben für den ersten Monat vor Ort zurück
- Halte mit der Familie schriftlich fest, was gestellt wird (Nahverkehr, Versicherung, Kurs)
- Behalte eine „Notfall“-Reserve für Gesundheit oder eine dringende Rückreise
- Verfolge deine Ausgaben im ersten Monat, um deinen echten Rhythmus zu finden