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Was kostet ein Au-pair in Deutschland und Frankreich?

Ein Au-pair aufzunehmen ist eine der günstigsten Betreuungsformen für Familien — aber das Budget endet nicht beim Taschengeld. Hier ist ein ehrlicher Überblick über alle Kosten, damit das Jahr ohne Missverständnisse beginnt. Die Beträge sind Richtwerte: Prüfe immer die aktuellen offiziellen Regeln deines Landes.

Das Taschengeld: der größte Posten

In Deutschland beträgt das Taschengeld mindestens 280 € pro Monat, bei maximal 30 Wochenstunden inklusive Babysitting. In Frankreich liegt es üblicherweise zwischen 280 € und 320 € pro Monat für etwa 25 Stunden pro Woche.

Es ist kein Gehalt: Das Au-pair wird als Familienmitglied aufgenommen, mit Kost und Logis. Das Taschengeld honoriert die tägliche Mithilfe — und ein fairer Betrag, pünktlich überwiesen, ist die Basis einer entspannten Beziehung.

Zimmer und Verpflegung: die unsichtbaren Kosten

Das Au-pair braucht ein eigenes, angemessenes Zimmer und isst mit der Familie. Rechne mit den realen Mehrkosten: Lebensmittel (150 bis 250 € pro Monat je nach Region), Heizung, Strom und eventuell die Ersteinrichtung des Zimmers.

Dieser Posten wird oft unterschätzt — aber genau er macht das Modell besonders: Dein Au-pair lebt mit euch, nicht bei euch.

Nebenkosten, die du einplanen solltest

Einige Posten variieren je nach Land und Situation, gehören aber von Anfang an ins Budget:

  • Krankenversicherung: in Deutschland zahlt die Gastfamilie (etwa 35 bis 60 € pro Monat); in Frankreich läuft die Absicherung über die URSSAF-Beiträge
  • Sozialabgaben (Frankreich): die Familie meldet das Au-pair bei der URSSAF an — je nach Satz etwa 150 bis 200 € pro Monat
  • Sprachkurs: in Deutschland 70 € Zuschuss pro Monat; in Frankreich ist die Anmeldung zu einem Französischkurs Teil des Status
  • Nahverkehr: das Monatsticket übernimmt häufig die Familie
  • An- und Abreise: je nach Vereinbarung mit deinem Au-pair

Das reale Monatsbudget

Alles in allem sollte eine Familie je nach Land und Region zwischen 600 € und 900 € pro Monat einplanen — deutlich weniger als klassische Kinderbetreuung zu Hause, bei flexibler Präsenz und echtem Kulturaustausch.

Verglichen mit einer Teilzeit-Nanny (in Städten oft 1.200 € und mehr pro Monat) bleibt das Au-pair-Modell sehr attraktiv — solange der Rahmen stimmt: Ein Au-pair ist weder Haushaltshilfe noch Vollzeit-Betreuung.

Budgetfehler, die ein Jahr ruinieren

Fast alle Konflikte zwischen Familien und Au-pairs entstehen durch unklare finanzielle Erwartungen. Drei einfache Regeln verhindern sie:

  • Haltet vor der Ankunft alles schriftlich fest: Betrag, Zahltag, Stunden, Extras
  • „Vergüte“ Mehrstunden nie mit nicht abgesprochenen Sachleistungen
  • Schaut euch das Budget nach dem ersten Monat gemeinsam an — der beste Zeitpunkt zum Nachjustieren

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